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Schlafstörung und Elektrosmog

Bei dem Begriff Elektrosmog scheiden sich die Geister. Kein Wunder den was man nicht sehen kann glaub man erst einmal nicht, oder?

Das Strom gefährlich sein kann, wissen wir. Wer möchte denn schon gerne mit der Stricknadel in die Steckdose fahren? Aber kann Strom auch ohne Kamikaze Aktionen gefährlich sein?
Jein! Das hängt in erster Linie von dir selbst ab!

Alle Geräte oder Leitungen die unter Strom stehen, erzeugen elektrische Felder. Diese können auch mit geeigneten Messgeräten gemessen werden. Sie sind jedoch so gering, dass sie nach gängigen Stand der Technik als vernachlässigbar gelten.

Nun ist es aber so, dass der Mensch ein komplexer Organismus ist. Und dieser Organismus will gesteuert werden. Ausgehend vom Gehirn, über unzählige Nervenbahnen bis in die Finger- und Zehenspitzen werden deshalb elektrische Impulse gesendet. Unser Kommunikationsmittel Nummer 1 zwischen Köper und Geist sind minimale elektrische Impulse.

So ist es meiner Meinung nach auch nicht verwunderlich, dass es Menschen gibt, die auf elektrische Felder reagieren. Dies macht sich vor allem Nachts beim Schlafen bemerkbar.Sensible Menschen schlafen in Elektrosmogfeldern einfach schlechter.

 

Schlafstörung durch Elektrosmog?

 

Um jede angeschlossene elektrische Leitung, ob Aufputz oder Unterputz verlegt. Um jeden Schalter oder um jedes Elektrogerät sind elektrische Felder zu finden. Steckdosen, Radiowecker und Nachttischlampen sie alle können Problem bereiten.

Zum Glück gibt es ein einfaches, noch dazu kostenloses Mittel um zu überprüfen ob Elektrosmog für deine Schlafstörungen verantwortlich ist. Stecker ziehen!

Am besten vor dem Schlafen gehen von allen Elektrogeräten den Stecker ziehen. Zudem einfach mal das Bett von der Wand rücken, wenn nicht ausgeschlossen werden kann das unter dem Putz Elektroleitungen laufen.

Stellt sich nun heraus, dass du dank ausgestreckter Elektrogeräte besser schläfst, bist du Elektrosensibel! Um das Ausstrecken auf Dauer zu erleichtern, kannst du alternativ Zwischenschalter installieren oder den Radiowecker durch ein batteriebetriebenes Modell ersetzen.

 

Netzfreischalter

 

Noch eleganter ist der Einbau von sogenannten Netzfreischaltern. Diese werden im Verteilerkasten gleich hinter der Sicherung eingebaut.

Sie fahren, nachdem das letzte Gerät ausgeschaltet wurde, den Stromkreis auf eine Minimalspannung herunter. Erst wenn wieder ein Abnehmer, z.B. der Lichtschalter betätigt wird, fährt der Stromkreis auf die 220 Volt Normalspannung hoch.

Im Alltag bleiben solche Netzfreischalter völlig unbemerkt. Einziges Problem: es sollte ein separater Stromkreis für das Schlafzimmer vorhanden sein.

Ansonsten kann es dir passieren, dass der Netzfreischalter nicht herunterfährt, weil einzelne Geräte, die die ganze Nacht durch laufen z.B. der Kühlschrank ein Abschalten verhindern.

 

Schlafstörung durch Wlan und Handy?

 

Auch Wlan Router und Handys strahlen. Im Detail zwar anders aber doch auch in einem Mikrowellen Bereich, der dem menschlichen Gehirn sehr ähnlich ist. Zudem ist diese Strahlung gepulst, was Experten für eine zusätzliche Belastung halten.

Um sicher zu gehen und eine optimale Erholung vor allem in der Nacht zu haben, empfehle ich dir auch hier die Geräte abzuschalten. Eingeschaltete Handys auf den Nachttisch solltest du vermeiden. Der Handywecker funktioniert auch ausgeschaltet bzw. im nicht strahlenden Flugmodus.

Alternativ möglichst weit vom Körper entfernen, da die Strahlung exponentiell schwächer wird, je weiter sie entfernt ist. Zudem kannst du bei den meisten Wlan-Router die Signalstärke und Sendedauer einstellen. Eine geringere Sendeleistung verursacht nicht nur weniger Strahlung sondern spart auch noch Strom!

Gesundes Wohnklima

Gesundes Wohnklima - manchmal ist mehr notwendig!
Gesundes Wohnklima – manchmal ist mehr notwendig!

Ein Wohnklima das uns Gesundheit und Wohlbefinden gibt, wer wünscht sich das nicht?

Leider gibt es nicht nur einen Faktor an dem man das Wohnklima festmachen kann, dementsprechend schwierig ist es das Thema überhaupt zu fassen.

Äußeren Faktoren wie das Wohnumfeld, die Wohngegend aber auch unser persönliches und berufliches Umfeld spielen hier natürlich eine Rolle. Wir wollen uns aber erst einmal auf das Raumklima beschränken.

Ein gutes Raumklima wird häufig nur auf die Faktoren Heizen und Lüften reduziert. Doch es gibt noch mehr Aspekte die du beachten solltest.

Die Baubiologie nimmt sich die Natur als Vorbild. Deshalb sollte es dein Ziel sein, im Innenraum so weit wie möglich natürliche Verhältnisse zu schaffen.

 

Wie sieht ein natürliches Raumklima aus?

 

Bekanntester Faktor der Raumluftqualität ist der Kohlendioxidanteil. Bei jedem einatmen nimmst du Sauerstoff auf und gibst Kohlendioxid ab. Je mehr Menschen in einem Raum sind desto mehr Kohlendioxid wird hier produziert.

Der Kohlendioxidanteil in der Außenluft beträgt zwischen 350 ppm und 400 ppm (parts per million). Steigt der Kohlendioxidanteil im Innenraum über 1.500 ppm an, ist ein Grenzwert erreicht der in der Baubiologie als definitiv zu hoch eingestuft wird.

Trotzdem ergeben Messungen in Klassenzimmern, vor allem im Winter, immer wieder Werte über 2.000 ppm. Hier sollte häufiger stoß gelüftet werden, denn eine hohe CO2 Konzentration in der Raumluft verursacht Konzentrationsschwäche und Müdigkeit.

Zweiter bekanntester Faktor für ein gutes Raumklima ist die relative Luftfeuchte. Werte unter 30% gelten als extrem trocken und sollten vermieden werden. Der Staubanteil nimmt hier zu und dem Körper (über Atemwege, Nase etc.) wird Feuchtigkeit entzogen.

Umgekehrt gilt eine relative Luftfeuchtigkeit von größer 70% als zu feucht. Diese hohe Luftfeuchtigkeit kann an kalten Wandoberflächen oder hinter Wandschränken kondensieren. Die Oberflächen werden feucht, was wiederum Schimmelbildung fördert.

Die oben genannten Werte sind ja erst einmal sehr abstrakt. Wenn du dir unsicher bist, oder erst einmal ein Gefühl für diese Werte gewinnen willst, bist du mit einem Hygrometer, kombiniert mit einem Thermometer gut bedient. Auch für grobe CO2 Messungen gibt es mittlerweile einfache und günstige Messgeräte zu kaufen.

Sind die Werte im Rahmen, kannst du Fenster und Türen geschlossen lassen. Bei einer Überschreitung einfach gut Lüften. Am besten querlüften, denn hierbei wird in kürzester Zeit eine große Luftmenge des Raumes ausgetauscht.

 

Oberflächentemperatur und Raumklima?

 

Auch die Raumoberflächen sind für ein gutes Raumklima wichtig. Fußboden und Wände sollten eine möglichst hohe Oberflächentemperatur aufweisen. Denn ein großer Unterschied zwischen Luft- und Oberflächentemperatur sorgt für Luftbewegung und Zugerscheinungen im Raum.

Materialien wie z.B. Holz haben eine relativ hohe Oberflächentemperatur und sind z.B. als Fußbodenbelag ideal geeignet. Auch von außen wärmegedämmte Wände weisen eine hohe Oberflächentemperatur auf und bilden somit die Grundlage für eine gesundes Raumklima.

 

Welche Materialeigenschaften sind noch wichtig?

 

Material im Rauminneren sollte Raumluftfeuchtigkeit bei einem Überschuss gut aufnehmen und bei einem Mangel wieder gut abgeben können. Idealerweise ist es stark hygroskopisch. Sehr gut ist z.B. Lehm, auch Kalkputze sind zu empfehlen, unbehandeltes Holz und so weiter.

Vermeide wenn möglich dichte Oberflächen aus Kunststoff. Wie z.B. PVC Bodenbeläge, lackiertes Holz, Ölfarbe an Wände etc. Diese Oberflächen können keine Feuchtigkeit aufnehmen und sind zudem oft problematisch hinsichtlich elektrostatischer Aufladung.

Im besten Fall geben Baustoffe und Einrichtungsgegenstände selbst keinerlei Schadstoffe ab. Dies ist jedoch nicht leicht umzusetzen, denn jede Spanplatte gibt z.B. Formaldehyd ab. Fast jeder Kunststoff setzt Weichmacher frei…

Mach dir aber hierzu erst mal nicht zu viele Gedanken. Denn gut temperierte Räume und regelmäßiges Lüften machen schon einen Großteil des gesunden Wohnklimas aus.

Gesund Wohnen

Biologisch Wohnen - Gesund wohnen und leben
Biologisch Wohnen – Gesund Wohnen und Leben

Wusstest du, dass du den Großteil deines Lebens in Innenräumen verbringst? Studien sprechen bei „westlich“ orientierten Menschen von ca. 90 Prozent der Lebenszeit. Ungefähr ein Drittel davon im Schlafzimmer, den Rest in privaten oder öffentlichen Räumen.

Innenräume prägen deshalb dein Leben und haben Auswirkungen auf dein körperliches und geistiges Wohlbefinden. Dabei spielt nicht nur die Gestaltung oder Anordnung deines Wohnraums eine Rolle. Auch versteckte Dinge wie die Inhaltsstoffe von Baumaterialien und Luftschadstoffe oder elektrische und magnetische Strahlungen.

 

Innenräume: häufig Schadstoffbelastet

 

Messungen zeigen, dass Innenräume häufiger und höher mit Schadstoffen belastet sind als die Außenluft. Selbst in Städten, in denen viel Verkehr herrscht.

Ursache sind neben Zigarettenrauch und Haustieren vor allem Ausdünstungen aus Baustoffen, Farben, Lacken oder Möbeln. Besonders belastet sind Personen wie Kinder deren Immunsystem noch nicht so stark ist oder empfindliche Menschen.

Typische körperliche Reaktionen auf Schadstoffe in Innenräumen sind Kopfschmerzen, Schleimhautreizungen, Erschöpfung oder Allergien.